Berliner Frühling 1945

Der zweite Weltkrieg – das größte Massaker der Geschichte.
1945: Die Rote Armee steht vor den Toren Berlins.
Willy Wenger, ein junger Soldat aus der Steiermark, voller Ideale und Loyalität für sein Vaterland, wird während seiner Ausbildung zum Flugzeugführer im Frühjahr 1945 zur Verteidigung nach Berlin befohlen.
Wenger kommt nicht mehr zum Fliegen, seinem Sehnsuchtstraum – im Gegenteil – er wird als „Fallschirmjäger“ zum Bodeneinsatz verpflichtet. Über den Führer werden schon Späße gemacht und man ist sich der aussichtslosen Lage schon bewusst.
Schwer verwundet irrt Wenger durch das zerstörte Berlin, aber es gelingt ihm dennoch, in dieser hoffnungslosen Situation, die Ruinen Berlins hinter sich zu lassen.
Kaum zu Kräften gekommen gibt es für ihn nur einen Weg. Den Weg nach Hause – endlich auch zu wissen, ob seine Familie noch lebt. Halb genesen von seiner schweren Verletzung beginnt Wenger seinen Fußmarsch quer durch Europa.
Gibt es Sieger? Gibt es die Guten? Gibt es die Bösen? Wer darf bestrafen?
Willy Wenger weiß mit seinen 19 Jahren keine Antwort darauf – er will nur zu seinen Lieben in die Steiermark. Aber er beantwortet mit seinem Bericht in diesem Buch einige Fragen.

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Details

Erscheinungsdatum

12.5.2016

ISBN-13

9783950342925

Seitenanzahl

144

Sprache

Deutsch

Verlag

Carina-Verlag

Über den Autor

Willy Wenger

Willy Wenger

Ich wurde am 6. Mai 1926 in Anger bei Weiz als Sohn des Leopold Wenger, Seilbahnmeister und Margarete Wenger-Germ, Volksschullehrerin geboren und nach röm. kath. Ritus getauft. Aus beruflichen Gründen übersiedelte die Familie 1929 in die Obersteiermark, nach Leoben, wo ich die Volksschule und 3 Klassen des Gymnasiums besuchte. Die restlichen Gymnasiumschulklassen bis zum Abschluss der Matura absolvierte ich in Marburg an der Drau.
Schon von früher Jugendzeit gehörte ich als begeisterter Sportler dem Deutschen Turnverein Jahn an. Nach dem Anschluss an das Deutsche Reich trat ich in die Flieger-Hitlerjugend ein, da meine ganze Leidenschaft der Fliegerei galt. Um in der Nähe eines Flugplatzes zu sein übersiedelte ich zur Schwester meiner Mutter nach Marburg a.d. Drau.
Im Herbst 1943 wurde meine ganze Schulklasse (Gymnasium Marbug) als Luftwaffen-Helfer zur Deutschen Luftwaffe eingezogen. Im Frühjahr leistete ich meinen drei Monate pflichtigen Arbeitsdienst in Militsch, (Schlesien) ab. Nach weiterem Schulunterricht in Marburg wurde ich am 1. Juli 1944 als Fahnenjunker in die Luftkriegsschule 3 nach Oschatz (Sachsen) einbezogen. Nach der Rekrutenzeit trat ich dort in die A/BN Pilotenschule. Leider aber herrschte damals schon ein bedeutender Mangel an Treibstoff (Flugbenzin), dass der Beginn der praktischen Pilotenausbildung immer weiter verschoben wurde und wir nicht mehr zu einem praktischen Flugdienst kamen.
Als die Alliierten Truppen immer weiter nach Deutschland eindrangen, versprach Hermann Göring, der Oberbefehlshaber der Luftwaffe, seinem Führer zur Verteidigung der Reichshauptstadt 100.000 Soldaten der Luftwaffe zur Verfügung zu stellen. Und dies betraf also auch mich, der sich ja bereits als künftiger Flugzeugführer sah. Wir wurden einem Fallschirmregiment zugeteilt, aber keineswegs für einen Einsatz in der Luft, sondern zu den Kämpfen auf dem Boden.
Nach dem Krieg arbeitete ich als Hilfsarbeiter, meistens in Bad Gleichenberg, dem Geburtsort meines Vaters, welcher dort ein Wochenendhäuschen besaß. Als eine Hotelfachschule ihre Tore eröffnete schrieb ich mich als externer Schüler ein, ersparte mir die Ausgaben für Kost und Logis. Nur so war mir der Besuch dieser Fachschule möglich. Nebenbei verdiente ich ein paar Groschen mit Schreiben einiger Artikel in Lokalzeitungen und ein paar Vorträgen im Sender Alpenland.
Meine ersten Berufserfahrungen machte ich in schweizer und italienischen Hotels. Während meiner 12 Jahre im Luxushotel de la Paix in Genf lernte ich eine Menge wirklich sehr bedeutender Personen kennen und in meiner Tätigkeit als Chef de Réception gab es oft genug die Möglichkeit zu privaten Gesprächen.
Meine Stellen als Hoteldirektor fand ich in Tunesien, Kenia und in Österreich. Der Umgang mit Menschen aller Religionen und Rassen hat mich dennoch irgendwie verändert, reifer und auch toleranter gemacht.
Ich habe ein erfülltes Leben gehabt, sehr viel gesehen und sehr viel erlebt. Teilweise sehr abwechslungsreich, schön und möchte es nicht versäumen meiner Familie zu danken, die einen großen Anteil dazu beigetragen hat. Ich bin seit 60 Jahren mit Wilma verheiratet. Sie hat an meiner Seite im Beruf großartiges geleistet.